04 | 2026 Fortbildung
Exkursion Paris 2026
Unsere diesjährige, viertägige Büroexkursion führte uns nach Paris – eine Stadt, die wir nicht als bloße Kulisse verstehen, sondern als lebendiges Labor für Stadtraum, Klimaresilienz und gesellschaftliche Transformation. Für uns wurde Paris damit zu einem echten Lernraum, in dem sich zentrale Fragen der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur unmittelbar beobachten und diskutieren lassen.
Wir haben die Metropole bewusst gewählt: als Spannungsfeld zwischen historischer Identität und der drängenden Frage, wie urbane Freiräume künftig funktionieren müssen. Zwischen monumentalen Achsen, dichten Stadträumen und spürbaren klimatischen Herausforderungen konnten wir vielfältige Ansätze erleben, wie öffentliche Räume resilienter, menschenfreundlicher und vielseitiger nutzbar gestaltet werden. Genau an dieser Schnittstelle setzt unsere fachliche Neugier an.
Mit 55 Mitarbeiter*innen aus fünf Standorten nutzten wir die Exkursion, um gemeinsam Stadt weiterzudenken – im intensiven Austausch, in der aufmerksamen Beobachtung und im kritischen Dialog. Paris hat uns dabei nicht nur als Vorreiter moderner Planungsansätze inspiriert, sondern auch als Impulsgeber für unsere eigene Arbeit.
04 | 2026 Nominierung
Nominierung für den hessischen Landschaftsarchitekturpreis 2026
Wir freuen uns sehr über die diesjährige Nominierung für den Hessischen Landschaftsarchitekturpreis des BDLA und BDLA Hessens!
Gleich zwei unserer Projekte konnten die Jury überzeugen: das Hafenumfeld in Bad Karlshafen sowie das Klosterumfeld in Frankenberg!
In der ersten Auswahlrunde wurden aus zahlreichen Einreichungen insgesamt 18 Projekte nominiert – umso mehr bedeutet uns diese Anerkennung unserer Arbeit.
Beide Projekte stehen exemplarisch für unseren Anspruch, historische Orte sensibel weiterzuentwickeln und neue Qualitäten im öffentlichen Raum zu schaffen.
03 | 2026 Tilia Award 2026
Auszeichnung | Tilia Award 2026
Kategorie „Privatgärten“
Was für ein besonderer Tag: Bei der ersten Verleihung der Tilia Awards in Berlin wurden herausragende Pflanzenprojekte ausgezeichnet – und wir sind unglaublich stolz, den Preis in der Kategorie „Privatgärten“ gewonnen zu haben.
Der Award würdigt Projekte, die zeigen, wie Pflanzen aktiv zur Gestaltung zukunftsfähiger Lebensräume beitragen und innovative Ansätze aus Planung, Forschung und Praxis sichtbar machen.
Passend zum Frühlingsanfang kamen rund 200 Expert*innen, Kreative und Innovator*innen zusammen. Die Vielfalt der Projekte – von urbaner Klimaanpassung über soziale Gärten bis hin zu künstlerischen Konzepten – machte deutlich, wie relevant pflanzenbasierte Strategien heute sind.
Umso mehr freut es uns, dass wir die Jury überzeugen konnten. Wir nehmen viele inspirierende Eindrücke, Gespräche und neue Impulse aus Berlin mit und sind stolz, Teil dieser besonderen Premiere zu sein!
07 | 2026 WETTBEWERB
Neubau Feuerwehr und Bürgerhaus | Wehrheim
Anerkennung in Zusammenarbeit mit Atelier30 Architekten
Wie schafft man einen Ort, der im Alltag funktioniert und gleichzeitig Raum für Gemeinschaft, Veranstaltungen und Identität bietet?
Unsere Antwort war, Feuerwehr, Bürgerhaus und Festplatz nicht als Einzelbausteine zu planen, sondern als zusammenhängendes Ensemble. Zwei prägnante Baukörper und die Einbindung des historischen Bestands fassen einen neuen zentralen Platz und schaffen eine klare Adresse für Wehrheim.
Der multifunktionale Freiraum wird zum Treffpunkt des Ortes: Als Festplatz, Aufenthaltsraum mit Bäumen und Sitzstufen sowie als flexibel nutzbare Fläche für Veranstaltungen. Bürgerhaus und Feuerwehr orientieren sich bewusst zu diesem gemeinsamen Mittelpunkt und stärken so Begegnung und Zusammenhalt.
Robuste Materialien, eine zeitgemäße Interpretation der regionalen Baukultur und ein ressourcenschonender Low-Tech-Ansatz verbinden Langlebigkeit, Funktionalität und Atmosphäre.
06 | 2026 WETTBEWERB
Neue Stadträume für Ortenberg | Ortenberg (Hessen)
2. Preis in Zusammenarbeit mit Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner
Im Zentrum des Entwurfs steht eine klare städtebauliche Entscheidung: Statt einzelner Maßnahmen entwickeln wir einen zusammenhängenden, neuen Platzraum als verbindendes Element. Dieser zentrale Ort funktioniert als Dreh- und Angelpunkt, der die Wilhelm-Leuschner-Straße, das Rathaus, den Marktplatz und die historische Altstadt räumlich und funktional miteinander verknüpft.
Besonders prägend ist die Öffnung des Platzes zur Landschaft. Durch die Führung bis an die Hangkante entsteht ein öffentlich zugänglicher Ort mit Ausblick auf die Nidder und die Umgebung – eine Art „Landschaftsfenster“, das den Ort neu erlebbar macht und Identität stiftet. Gleichzeitig werden bestehende Strukturen integriert und gestärkt, anstatt ersetzt.
So entsteht eine neue Mitte, die nicht nur organisiert, sondern Aufenthaltsqualität schafft: ein flexibler Raum für Alltag und Ereignis, der Verwaltung, Wohnen, Mobilität und Freiraum selbstverständlich zusammenführt und als gemeinsamer Treffpunkt für die Stadtgesellschaft funktioniert.
06 | 2026 WETTBEWERB
Neubau eines Wohnhauses mit Mehrfachnutzung | Filderstadt-Bernhausen
2. Preis in Zusammenarbeit mit ATELIER30 Architekten GmbH
Der Neubau setzt als markanter Stadtbaustein am Übergang von Bernhäuser Hauptstraße und Volmarstraße einen neuen Auftakt der Fußgängerzone und verbindet öffentlichen Raum, Wohnen und Gewerbe zu einem lebendigen Ensemble. Ein einladender Vorplatz stärkt die Adresse und belebt das Quartier mit Gastronomie und Veranstaltungen, während ein klar strukturiertes Gebäude mit flexiblen Wohnformen und nachhaltiger Holzhybridbauweise zukunftsfähige Nutzungen ermöglicht. Im Mittelpunkt steht der Freiraum: Der begrünte Innenhof als gemeinschaftliche Mitte bietet Raum für Begegnung, Spiel und Rückzug. Baumpflanzungen, grüne Inseln und schattige Aufenthaltsbereiche schaffen ein angenehmes Mikroklima, ergänzt durch Rasenflächen und ein gemeinschaftliches Grilldeck. So entsteht ein qualitätsvoller, durchlässiger Lebensraum, der Nachbarschaft und Stadt miteinander verbindet.
06 | 2026 WETTBEWERB
BOMA+ | Braunschweig
2. Preis in Zusammenarbeit mit STAUTH Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbB
Mit dem Leitgedanken „Öffnen, Verbinden, Begrünen“ transformiert der Entwurf für das BOMA+-Areal in Braunschweig einen zergliederten Verkehrsraum in ein zusammenhängendes, lebendiges Stadtquartier. Drei maßstäblich abgestufte Baukörper schaffen eine neue Mitte zwischen Innenstadt und Magniviertel und aktivieren das Umfeld mit vielfältigen Nutzungen. Im Fokus steht der Freiraum: Entsiegelte Flächen, grüne Pocket-Parks, schattige Aufenthaltsbereiche und ein autofreier Stadtpark erhöhen die Aufenthaltsqualität spürbar. Neue Wegeverbindungen, niveaugleiche Platzflächen und begrünte Pufferzonen verknüpfen die Stadträume neu. Ergänzt wird dies durch einen intensiv begrünten Dachgarten und attraktive Aufenthaltsorte wie Stadtbalkon und Außengastronomie. So entsteht ein vielfältiger, klimaangepasster Stadtraum, der Bewegung, Begegnung und urbanes Leben neu definiert.
02 | 2026 WETTBEWERB
Neugestaltung Freiflächen am Informationszentrum Mathildenhöhe | Darmstadt
Anerkennung
Die „Blaue Mathilde“ schafft den neuen Freiraum rund um das Infozentrum der Mathildenhöhe. Eingebettet als Solitär im Park entsteht ein stark begrünter Ort mit Schatten, Verdunstungskühle und vielfältigen Aufenthaltsmöglichkeiten. Ein geschwungenes Wegeband verbindet Vorplatz, Osthang, Ateliergarten und Fiedlerweg und führt intuitiv durch das Gelände. Hauptwege erschließen die zentralen Bereiche, Nebenwege öffnen ruhige Rückzugsräume.
Gestalterisch greift der Entwurf die künstlerische Tradition der Mathildenhöhe auf: Organisch-fließende Formen verbinden Wege, Pflanzung und Möblierung. Leuchtend blaue Sitzobjekte setzen gezielte Akzente. Der Vorplatz dient als multifunktionaler Empfangsraum, der Ateliergarten wird barrierearm zugänglich. Ausstattungselemente und offene Grünflächen ermöglichen Ruhe, Begegnung und temporäre Nutzungen. Wasserdurchlässige Beläge, reduzierte Versiegelung und naturnahe Bereiche verbessern das Mikroklima; Sichtachsen und denkmalgeschützte Strukturen bleiben erhalten.
01 | 2026 WETTBEWERB
Freiraumplanung Jeetzelufer, Amtsgarten und alter Friedhof | Lüchow
Anerkennung
Entlang der Langen Straße bilden Amtsgarten, Alter Friedhof und Jeetzelufer eine zusammenhängende Abfolge innerstädtischer Grünräume. Ein barrierefreies Wegesystem verbindet die Bereiche, einheitliche Möblierung bietet Orientierung, und die unterschiedlichen Landschaftscharaktere schaffen vielfältige Atmosphären. Historische, soziale und ökologische Qualitäten werden verknüpft, die Biodiversität gestärkt und neue Orte für Begegnung und Naherholung geschaffen.
Der denkmalgeschützte Amtsgarten wird behutsam durch ergänzte Wege, Aufenthalts- und erlebbare Auenbereiche sowie weiteren Elementen aufgewertet. Neue Wege, ein kleiner Platz mit Brunnen, ein Skulpturengarten und ökologische Randzonen ergänzen den Alten Friedhof als ruhigen Erinnerungsort.
Am Jeetzelufer wird der Fluss mit Sitzstufen, Holzdecks, barrierefreien Zugängen und Kanuanleger stärker ins Stadtleben eingebunden, während Bepflanzung, Blühwiesen und baumfreie Deichbereiche Hochwasserschutz und ökologische Funktionen sichern.
12 | 2025 WETTBEWERB
Hochbauliche Entwicklung Bezirksamt Hamburg-Nord | Hamburg-Eppendorf
3. Preis | In Zusammenarbeit mit gmp Architekten
Das Seitzquartier führt das denkmalgeschützte Ensemble des Bezirksamts in eine lebendige und zukunftsfähige Quartiersentwicklung über. Sorgsam gesetzte Neubauten öffnen das Gelände und schaffen neue Wegebeziehungen zum Marie-Jonas-Platz und zur Magistrale. Im Zentrum steht der neu gestaltete Freiraum: Der bislang unzugängliche Innenhof wird zu einem grünen, öffentlich zugänglichen, zugleich wohnungsnahen Quartiershof, der ruhige Aufenthaltsbereiche, Spiel- und Begegnungsflächen bietet und über eine neue Durchwegung mit den umliegenden Plätzen verknüpft wird. Geschwungene Neupflanzungen ergänzen den wertvollen Baumbestand und verleihen dem Hof einen landschaftlichen Charakter. Eine urbane Mischung aus Gewerbe, Büros und vielfältigen Wohnformen belebt das Quartier, während ein nachhaltiges Mobilitätskonzept mit großzügigen Fahrradgaragen, Mobility-Hub und Werkstätten ein autoarmes Umfeld fördert.
© gmp Architekten, GTL











