03 | 2025 WETTBEWERB
Kindertagesstätte Hegge | Waltenhofen
2. Preis | In Zusammenarbeit mit Benkert Schäfer
Die KiTa definiert die Ortsmitte neu und schafft einen gemeinsamen Dorfplatz. Baumstellungen gliedern die neue Dorfmitte in verschiedene Nutzungsbereiche. Die KiTa öffnet sich als Haus für Kinder und bietet Raum für gemeinschaftliche Nutzungen in der Gemeinde. Der grüne Freiraum der KiTa fügt sich in die bestehende Ortsstruktur ein. Durch den Erhalt von wertvollen Bestandsbäumen wird die Verschattung der Außenanlagen gewährleistet und eine naturnahe Atmosphäre geschaffen. Es erfolgt eine behutsame Geländemodellierung, wodurch eine abwechslungsreiche Spiellandschaft entsteht. Gezielte Bepflanzungen strukturieren den Außenraum zusätzlich und gliedern in KiTa- und Krippenbereiche. Terrassenartige Freiflächen schaffen fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenräumen. So entsteht eine durchdachte Verbindung von Natur, Spiel und Gemeinschaft, die die pädagogische Nutzung des Außenraums optimal unterstützt.
© Benkert Schäfer, GTL
05 | 2025 WETTBEWERB
Neugestaltung Schulcampus Mühlenberg | Wipperfürth
Anerkennung | In Zusammenarbeit mit LH Architekten und STLH Architekten
Der neue Schulcampus setzt stark auf die Gestaltung und Qualität der Freiräume. Er wird von Norden und Südwesten erschlossen, wobei alle geforderten Stellplätze neu organisiert wurden. Die beiden Schulhöfe sind an die jeweilige Topografie angepasst und auf unterschiedlichen Ebenen angelegt – mit überdachten Bereichen durch Gebäuderücksprünge. Grüne Inseln, Baumpflanzungen und helle, blendfreie Beläge verbessern das Mikroklima und schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität. Im südlichen Grüngürtel liegen die gemeinsam genutzten Sportfelder und „grünen Klassenzimmer“, die naturnah gestaltet und durch Sitzkanten in der Topografie sichtbar gemacht wurden. Regenwasserrückhalt wurde in die Geländeform integriert. Die Dachflächen werden intensiv bzw. extensiv begrünt, teils als Retentionsdächer genutzt, teils als Dachterrassen für die Schulen. Insgesamt entsteht ein durchdachter, ökologisch wertvoller Freiraum mit hoher Nutzungsvielfalt und Aufenthaltsqualität.
© LH Architekten, STLH Architekten, GTL
06 | 2025 WETTBEWERB
Neubau Feuer- und Rettungswache I | Bonn
2. Preis | In Zusammenarbeit mit Steimle Architekten
Die Freianlagen der neuen Feuerwache sind funktional geprägt und größtenteils von Aufstellflächen und Schleppkurven belegt. Aufenthaltsqualität entsteht daher vor allem im 1. Obergeschoss: Ein umlaufendes, begrüntes Terrassenband schafft einen grünen Rahmen mit Aufenthaltsmöglichkeiten, besonders im Osten über der Fahrzeughalle. Die obersten Dachflächen erhalten extensive Begrünung in Kombination mit Photovoltaik als Retentionsdächer – wichtig für das Regenwassermanagement, da die befestigten Hofflächen keine Versickerung zulassen. Im Innenhof bleibt eine zentrale grüne Insel mit Gehölzen frei von Fahrverkehr, ergänzt durch Fassadenbegrünung am Westriegel. Besucher- und Fahrradstellplätze liegen auf der verbleibenden Restfläche nahe der gemeinsamen Zufahrt mit BonnOrange. Bestehender Baumbestand im Westen wird weitgehend erhalten, der Grünstreifen verdichtet. Robuste, klimaresiliente Gehölze sowie Nährpflanzen und Nistplätze sollen Biodiversität fördern.
© Steimle Architekten, GTL
06 | 2025 WETTBEWERB
Neubau Molekulare Biologie der Universität Biologie am Campus Poppelsdorf der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität | Bonn
1. Preis | In Zusammenarbeit mit Atelier30
Der Neubau für das Laborgebäude der Molekularen Biologie integriert vielfältige, hochwertig gestaltete Freiräume in das Campusumfeld. Der Vorbereich zum Haupteingang wird landschaftsarchitektonisch gestaltet und bietet Aufenthaltsqualität sowie integrierte Fahrradstellplätze. Herzstück des Freiraumkonzepts ist der differenziert gestaltete Innenhof mit grüner Mitte und angrenzenden Terrassen, der durch Versätze in der Gebäudeform spannungsvoll gegliedert ist. Er fungiert als verbindendes Element und Ort des Austauschs. Auf mehreren Ebenen befinden sich weitere Terrassen mit Aufenthaltsqualität. Die Dachflächen sind extensiv begrünt, mit heimischen Gräsern und Sträuchern zur Förderung der Biodiversität. Eine große Dachterrasse steht als Erholungsort für Mitarbeitende bereit. Photovoltaikanlagen auf dem Dach ergänzen das nachhaltige Gesamtkonzept. Die Freiräume unterstützen nicht nur das Mikroklima, sondern stärken auch die Kommunikation und Identität auf dem Campus.
© Atelier30
07 | 2025 WETTBEWERB
Erweiterung und Umbau von zwei Grundschulen | Sassenburg
1. Preis | In Zusammenarbeit mit Kauffmann Theilig & Partner
Das neue Freiraumkonzept für das Schulgelände greift die offene Struktur mit mehreren Zugängen und Blickbeziehungen zur Landschaft auf und entwickelt daraus einen vielfältigen, naturnahen Schulhof. Eine dichte, abwechslungsreiche Bepflanzung umschließt den dreieckigen Schulbau und schafft geschützte, organisch geformte Aufenthaltsbereiche. Der Schulhof gliedert sich funktional in einen westlichen Bewegungsbereich mit Kletterskulptur, Sport- und Spielangeboten sowie einem Klanggarten mit schattigem Außenklassenzimmer. Im Osten entsteht ein ruhiger Rückzugsort mit grünem Klassenzimmer, Gartenflächen und Nischen zum Verweilen. Die Möblierung fördert Kommunikation und individuelle Nutzung. Pflanzungen an den Rändern schaffen Privatsphäre und unterstützen ökologische Lernprozesse. Die Gestaltung reagiert auf klimatische Herausforderungen und sensibilisiert für Nachhaltigkeit. Fahrradstellplätze bleiben erhalten, funktionale Zugänge wie zum Müllplatz werden integriert.
© Kauffmann Theilig & Partner, GTL
08 | 2025 PROJEKT
Rathausmarkt | Bebra
Fertigstellung
Der Rathausmarkt Bebra erstrahlt in neuem Glanz! Mit der Fertigstellung ist ein moderner, einladender Platz entstanden, der zum Verweilen, Begegnen und Feiern einlädt. Eine großzügige Treppe mit Sitzgelegenheiten führt direkt ins Herz des Marktplatzes, wo Bäume, Sitzbänke und ein verkehrsfreier Bereich für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Unterschiedliche Bodenbeläge und wiederverwendetes Pflaster verbinden Tradition mit moderner Gestaltung. Highlight ist das neue Fontänenfeld – tagsüber ein Spiel- und Erfrischungsort bei sommerlichen temperaturen, abends stimmungsvoll beleuchtet.
Ob Wochenmarkt, Stadtfest oder einfach eine Pause zwischendurch: Hier ist für alle Platz. Auch die Gedenktafeln zur jüdischen Geschichte haben hier einen würdigen Standort gefunden.
Und es geht weiter: Direkt im Anschluss startete nun der 2. Bauabschnitt in der Amalienstraße, um auch dort für ein einheitliches, attraktives Stadtbild zu sorgen.
12 | 2025 WEIHNACHTSFEIER
GTL Weihnachtsfeier 2025
Am vergangenen Freitag war es wieder so weit: Unsere alljährliche GTL-Weihnachtsfeier stand an – wie immer mit unserer traditionellen Wanderung. Dieses Mal ging es in den Bergpark, wo wir in der Löwenburg eine spannende Führung erhielten. Anschließend wanderten wir weiter zum Schloss und fuhren mit der Tram zurück in die Innenstadt, um zum Biorestaurant Weissenstein aufzubrechen. Dort wurden wir zum zweiten Mal herzlich empfangen und genossen gemeinsam ein wunderbares Essen, viele Gespräche und beste Stimmung. Besonders schön: Auch Kolleg*innen aus Hamburg und anderen Städten waren angereist.
Ein Highlight war wie jedes Jahr unser GTL-Wichteln. Unter dem Motto „Heimat“ zeigte das Team große Kreativität – von humorvollen bis emotionalen Geschenken, regionalen Besonderheiten und persönlichen Geschichten war alles dabei.
Ein großes Dankeschön an das gesamte GTL-Team für ein erfolgreiches Jahr voller spannender Projekte, neuer Erfahrungen und vieler schöner Momente. Mit Freude blicken wir auf 2026 und die Wege, die wir gemeinsam gehen werden!
01 | 2026 WETTBEWERB
Freiraumplanung Jeetzelufer, Amtsgarten und alter Friedhof | Lüchow
Anerkennung
Entlang der Langen Straße bilden Amtsgarten, Alter Friedhof und Jeetzelufer eine zusammenhängende Abfolge innerstädtischer Grünräume. Ein barrierefreies Wegesystem verbindet die Bereiche, einheitliche Möblierung bietet Orientierung, und die unterschiedlichen Landschaftscharaktere schaffen vielfältige Atmosphären. Historische, soziale und ökologische Qualitäten werden verknüpft, die Biodiversität gestärkt und neue Orte für Begegnung und Naherholung geschaffen.
Der denkmalgeschützte Amtsgarten wird behutsam durch ergänzte Wege, Aufenthalts- und erlebbare Auenbereiche sowie weiteren Elementen aufgewertet. Neue Wege, ein kleiner Platz mit Brunnen, ein Skulpturengarten und ökologische Randzonen ergänzen den Alten Friedhof als ruhigen Erinnerungsort.
Am Jeetzelufer wird der Fluss mit Sitzstufen, Holzdecks, barrierefreien Zugängen und Kanuanleger stärker ins Stadtleben eingebunden, während Bepflanzung, Blühwiesen und baumfreie Deichbereiche Hochwasserschutz und ökologische Funktionen sichern.
12 | 2025 WETTBEWERB
Hochbauliche Entwicklung Bezirksamt Hamburg-Nord | Hamburg-Eppendorf
3. Preis | In Zusammenarbeit mit gmp Architekten
Das Seitzquartier führt das denkmalgeschützte Ensemble des Bezirksamts in eine lebendige und zukunftsfähige Quartiersentwicklung über. Sorgsam gesetzte Neubauten öffnen das Gelände und schaffen neue Wegebeziehungen zum Marie-Jonas-Platz und zur Magistrale. Im Zentrum steht der neu gestaltete Freiraum: Der bislang unzugängliche Innenhof wird zu einem grünen, öffentlich zugänglichen, zugleich wohnungsnahen Quartiershof, der ruhige Aufenthaltsbereiche, Spiel- und Begegnungsflächen bietet und über eine neue Durchwegung mit den umliegenden Plätzen verknüpft wird. Geschwungene Neupflanzungen ergänzen den wertvollen Baumbestand und verleihen dem Hof einen landschaftlichen Charakter. Eine urbane Mischung aus Gewerbe, Büros und vielfältigen Wohnformen belebt das Quartier, während ein nachhaltiges Mobilitätskonzept mit großzügigen Fahrradgaragen, Mobility-Hub und Werkstätten ein autoarmes Umfeld fördert.
© gmp Architekten, GTL
12 | 2025 WETTBEWERB
Quartier Westerwischstrom | Cuxhaven
3. Preis | In Zusammenarbeit mit Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner
Das neue Quartier entwickelt aus seiner besonderen Insellage eine klare städtebauliche Identität: Ein zentraler Anger bildet das grüne Herz, um das sich alle Baufelder gruppieren. Diese Grüne Mitte vernetzt das Quartier mit der umgebenden Landschaft und schafft durch ihre Wegeachsen ein lebendiges Gefüge aus Nachbarschaften und öffentlichen Räumen.
Als Retentionsanger übernimmt sie zugleich eine wichtige ökologische Funktion. Naturnah gestaltet, nimmt sie Regenwasser auf, fördert Verdunstung und stärkt die lokale Biodiversität. Gartenhöfe, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie klimaresiliente Bepflanzungen machen sie zum Ort der Begegnung und Erholung.
Ein autofreies Wohnumfeld, dezentrale Mobilitätsangebote und eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung nach dem Prinzip der Schwammstadt verbinden urbane Lebensqualität mit ökologischer Verantwortung – und machen das Quartier zu einem zukunftsweisenden Modell für gemeinschaftliches, grünes Wohnen.
© Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, GTL











